Barfuß einen Sommer lang
Fangen wir vorneweg mit dem Wetter an
Heute konnte sich das Wetter mal wieder nicht so richtig entscheiden. Der erste Teil des Tages war richtig schön. Sonne, warme Temperaturen und alles, was zu einem gelungenen Sommertag im Zeltlager dazugehört. Man hätte meinen können, das bleibt jetzt einfach so. Tja… Das Wetter hatte offenbar noch einen zweiten Akt vorbereitet.
Im Laufe des Tages wurde aus “schön” dann “schön flüssig”. Der Himmel öffnete seine Schleusen und erinnerte uns daran, dass er das mit dem Regen noch längst nicht verlernt hat. Und dies mal sogar in Gewitterform (Vielleicht haben wir das mit den letzten Wetterberichten auch ein wenig gejinxed).
Zum Glück sind wir inzwischen bestens trainiert. Regenjacken? Griffbereit. Pavillons? Bewährt. Gute Laune? Sowieso. Und genau das spiegeln auch die heutigen Bilder wider. Erst Sonnenschein und trockene T-Shirts, später nasse Haare und Regenwolken. Ein fotografischer Tagesablauf in zwei Kapiteln.
Und morgen? Lassen wir uns überraschen.
Vorneweg: der Vormittag.
Auch heute hieß das Motto wieder: Wasser. Viel Wasser. Bevor jetzt jemand sagt: „Moment mal, das hatten wir doch gestern schon!“ – stimmt. Hatten wir.
Wir hätten es uns also ganz einfach machen können. Einfach schreiben: „Siehe gestern.“ Vielleicht noch ein paar Bilder vom Vortag dazwischen mogeln und hoffen, dass es niemand merkt.
Aber das wäre vermutlich unseren Hardcore-Followern aufgefallen. Die kennen inzwischen jedes Bild. Die wissen, ob das Kanu gestern zwei Meter weiter links lag und ob die Badeinsel leicht verdreht war. Also haben wir uns doch wieder mit der Kamera auf den Weg gemacht.
Die Bilder sind deshalb frisch von heute. Ganz bestimmt. Ehrenwort. Keine Konserve, keine Wiederholung und kein “Best of Wasser”. Auch wenn das Motiv auf den ersten Blick ähnlich aussieht: Es sind neue Spritzer, neue Wellen und neue nasse Gesichter.
J3 auf Abwegen… also fast.
Die J3 hat heute einen kleinen Ausflug in die halbseidene Welt des Glücksspiels unternommen. Keine Sorge, alles völlig legal. Heute ging es darum einmal kennenzulernen, wie Glücksspiele funktionieren. Man kann ja nie wissen. Falls das mit der Schule irgendwann doch nichts werden sollte, haben die Teilnehmenden jetzt zumindest einen ersten Eindruck gewonnen, welche… sagen wir mal… alternativen Karrierewege es noch so gibt.
Zum Glück blieb es beim Reinschnuppern. Vom gemeinsamen Knastta – äh… Selktattoo – konnten wir die Gruppe dann doch noch überzeugen Abstand zu nehmen. Man muss schließlich nicht alles ausprobieren.
Auch die Pferde unseres Kutschers können aufatmen. Die haben ihre Köpfe ebenfalls behalten. Wer die Geschichte kennt, weiß Bescheid. Wer sie nicht kennt, darf sich gerne selbst einen Reim darauf machen.
Am Ende blieb es also bei einem spannenden Einblick, viel Gelächter und der Erkenntnis, dass man im Jugendzeltlager zwar eine Menge fürs Leben lernt – aber manche Karrierewege dann doch lieber den Profis überlässt.
Betreuende. Ein faszinierendes Phänomen.
Tag 12.
Da könnte man ja meinen, die Betreuenden wären inzwischen ausreichend beschäftigt.
Im Durchschnitt kümmern sie sich seit fast zwei Wochen rund um die Uhr um neun… na ja… Mitbewohnende irgendwo zwischen Floh und Pubertier. Frühstück, Programm, verlorene Trinkflaschen, Sonnencreme, Heimweh, gute Laune, schlechte Laune, Schlafsäcke, Nachtwache und zwischendurch noch ungefähr 173 Fragen pro Stunde.
Man sollte also meinen, dass das als Tagesprogramm völlig ausreicht.
Aber nein.
Einige hatten tatsächlich noch Energie, um anschließend eine Runde Völkerball zu spielen.
Die Redaktion findet das… bemerkenswert.
Oder verrückt.
Anders lässt sich das kaum erklären.
Für die Mitbewohnenden hatte das Ganze allerdings einen positiven Nebeneffekt. Sie konnten endlich einmal mit eigenen Augen sehen, dass sich ihr Zeltoberhaupt nicht nur zwischen Essenshalle und Zelt bewegen kann, sondern tatsächlich auch noch rennen, werfen und gelegentlich sogar einem Ball ausweichen.
Die meisten beobachteten das Schauspiel mit einer Mischung aus Wohlwollen und erheblicher Belustigung. Es stellte sich heraus, dass Betreuende beim Völkerball mindestens genauso lustig aussehen können wie alle anderen.
Ein Whistleblower aus sicherer Quelle berichtete der Redaktion später allerdings, dass so mancher über das aufziehende Gewitter und den einsetzenden Regen gar nicht so unglücklich gewesen sein soll.
So konnte das Spektakel nämlich rechtzeitig beendet werden.
Offiziell natürlich aus Sicherheitsgründen.
Und natürlich… die RR.
Wer bis hierhin durchgehalten hat, weiß längst, was jetzt kommt.
Genau.
Die RR – die Redaktionelle Resterampe.
Und zum Schluss noch etwas über euch.
Wobei…
…eigentlich müssten wir sagen: über euch Kommentierende.
Denn was ihr in den letzten Tagen auf die Tastaturen gezaubert habt, hat selbst die Redaktion kurz sprachlos gemacht. Und das kommt bekanntlich nicht allzu oft vor.
Hier einmal ein paar harte Fakten:
355 Kommentare.
Verteilt auf 74 Seiten.
Dazu kamen 148 Tesafilmstreifen, um das Ganze an den Pavillionwänden zu befestigen. Denn wer jetzt nachrechnet, merkt: Das Schwarze Brett reicht dafür nicht mehr aus.
Insgesamt haben eure Grüße ungefähr 10 Quadratmeter Fläche eingenommen.
Ja, richtig gelesen.
Zehn Quadratmeter.
Und dann war der große Moment gekommen.
Die Teilnehmenden strömten zum Ausstellungsort und machten sich auf die Suche nach den eigenen Namen, den Grüßen von Zuhause und den kleinen Nachrichten von Eltern, Großeltern, Geschwistern, Freunden und Verwandten.
Da wurde gelesen, gelacht, gezeigt, vorgelesen und manchmal auch ein zweites oder drittes Mal nachgeschaut. Man merkte schnell: So ein paar liebe Worte von Zuhause können ganz schön viel bewirken.
Deshalb möchten wir heute einfach einmal Danke sagen.
Danke an alle, die mitgemacht haben. Danke für jeden einzelnen Kommentar, jeden Gruß und jede kleine Nachricht.
Ihr habt aus einer Idee ein echtes Highlight gemacht.
Und unser Drucker?
Der braucht jetzt erst einmal Urlaub.








































Andrea Boll
16. Juli 2026 (22:27)
Und wieder ein super humorvoll geschriebener Tagesbericht – und das Titelbild dazu!! I love it – ganz liebe Grüße besonders an euch beide! ❤️😀
Herzlichen Dank und einen tollen letzten Tag! 🤗
Uschi und Walter Jendl
16. Juli 2026 (22:31)
Ganz ganz liebe Grüße an Cindy und Bert.
Sehr schön euch so zu sehen.
LG aus der Vulkaneifel
U&W
Nicole & Robert Munde
16. Juli 2026 (23:08)
Danke EUCH 🥰…..!!!,
und toll, dass ihr so „verrückt“ seid…🤗 !!!!!
Viele Grüße!!!
Familie Melissis
16. Juli 2026 (23:26)
Vielen lieben Dank an die Redaktion für die tollen und unterhaltsamen Tagesberichte samt Fotos.
Wir werden diese Abendlektüre vermissen. 😩
Habt noch viel Spaß am letzten Tag!!!! 🥳
Und bitte noch ganz, ganz liebe Grüße an Sophie (M2), haben heute erst ihren 2. Brief erhalten! Dicken Schmatzer und bis bald, Papa und Mama
Isabelle
17. Juli 2026 (7:44)
An Emil (J8): Wir wünschen euch noch zwei tolle letzte Tage! Freuen uns schon sehr auf dich, Emil! Hier wartet auch eine kleine Heimkehrüberraschung auf deinem Bett… oh ja, dein Bett: freust du dich schon ein bisschen darauf?! Bussi von Mama und Papa und Linnea
Angela Grönewald
17. Juli 2026 (13:20)
Maya und Anton Grönewald: einen tollen letzten Tag und eine gute Weiterfahrt nach Italien.
Oma und Opa aus Berlin
Gesa und Boy
17. Juli 2026 (16:25)
Liebes Redaktions- und Fototeam, wie schon von so vielen Mitlesenden unermüdlich erwähnt: Ihr seid großartig! Dank eurer allabendlichen, herrlich kurzweiligen Berichte und eurer fotodokumentarischen Glanzleistungen dürfen wir jeden Tag ein bisschen Lageralltag „peepen“.
Großartig auch die langsam wachsende Playlist, die ihr ja mal als Nachweis eurer Kreativität hier auf Spotify nachhören könnt: https://open.spotify.com/playlist/7ByEwKGdwbSVoVxImrkBZg?si=T9a-R780Q0yjuEmYdAe99g&utm_source=copy-link&pi=eMcED6n3RpOr8
Ausgerechnet der heutige Klassiker der deutschen Unterhaltungsmusik fehlt leider auf Spotify, daher noch ein Link zu YouTube hinterher: https://youtu.be/fkv3teXDkyo?is=EoR9J3pvx4F8r_7J
Kurz: Danke!
Gaby Vockensohn
17. Juli 2026 (17:55)
Hi Theo J8 und Joris J9, eure letzte Nacht im Zeltlager habt ihr heute. Genießt es und habt noch einen tollen letzten Abend.
Wir freuen uns riesig euch wieder zu sehen und zu drücken.
Liebe Grüße und Knutschi
Oma Gaby und Opa Jörg 😘
Barbara
17. Juli 2026 (21:04)
Na,das war ja mal wieder ein Tag voller Ergebnisse.Lieben Dank für die tolle Berichterstattung.