Es lebe der Sport!
E-Nacht – oder: Wenn König Artus nach Selk kommt
Gestern Abend stand wieder die E-Nacht auf dem Programm. Für alle, die mit dem Begriff nichts anfangen können: Das “E” steht für Erlebnis. Also eine Nachtwanderung mit einer Geschichte, bei der die Gruppen nie so genau wissen, was hinter der nächsten Kurve, zwischen den Bäumen oder im nächsten Waldstück auf einen wartet.
In diesem Jahr führte die Reise in die Welt der Artus-Sage. König Artus, die Ritter der Tafelrunde, Merlin, Excalibur – alles dabei, was zu einer ordentlichen Rittergeschichte dazugehört.
Naja… fast alles.
Sagen wir so: Die Geschichte war frei interpretiert. Sehr frei. Wer sich mit der Artus-Sage auskennt, wird hier und da vielleicht festgestellt haben, dass einige Szenen erstaunliche Ähnlichkeiten mit einem gewissen Film über Ritter und Kokosnüsse hatten und das war kein Zufall.
Für die Kinder – und ehrlicherweise auch für die meisten jüngeren Betreuenden – blieb es einfach eine spannende Geschichte rund um König Artus. Wer allerdings schon ein paar Jahre mehr auf dem Buckel hat, dem dürften die Franzosen irgendwie bekannt vorgekommen sein. Auch die Ritter von Ni tauchten erstaunlicherweise auf. Merlin mischte ebenfalls kräftig mit und Excalibur durfte natürlich genauso wenig fehlen wie die Ritter der Tafelrunde.
Die Mischung funktionierte hervorragend. Für die einen war es eine spannende Nachtwanderung mit mutigen Rittern und geheimnisvollen Begegnungen. Für die anderen gab es zusätzlich noch den einen oder anderen versteckten Gag zum Schmunzeln.
Und genau so soll es sein. Die Kinder erleben ein großes Abenteuer, während die Erwachsenen Begleitpersonen und Betreuenden sich hier und da denken: “Moment mal… das kommt mir doch irgendwie bekannt vor.”
Am Ende waren alle wieder heil zurück im Lager. Ein bisschen müde, ein bisschen aufgeregt und um eine Geschichte reicher bzw um 20 gezogene und gerettete Schwerter reicher. Ob sie nun auf einer alten Sage oder einer… sagen wir einmal… etwas eigenwilligen Interpretation beruhte, spielte da schon längst keine Rolle mehr.
Belohnung muss sein.
Nach der E-Nacht hatte sich jeder ein paar Minuten mehr im Schlafsack redlich verdient. Deshalb klingelte heute Morgen der Wecker nicht ganz so früh wie sonst. Wobei “Ausschlafen” im Zeltlager natürlich ein dehnbarer Begriff ist. Irgendjemand ist schließlich immer schon wach. Spätestens die Möwen halten sich bekanntlich nicht an unseren Tagesplan.
Als dann langsam wieder Leben auf den Zeltplatz kam, wartete auch schon der Brunch. Eine hervorragende Erfindung. Für alle, die sich nicht entscheiden können, ob sie noch frühstücken oder schon Mittag essen möchten, gibt es einfach beides gleichzeitig.
Das wurde dankend angenommen. Nach einer langen Nacht schmeckt ohnehin alles ein bisschen besser. Es wurde ordentlich zugelangt, erzählt, gelacht und nebenbei versucht herauszufinden, wer eigentlich welche Rolle im Wald übernommen hat. Die Vermutungen fielen sehr unterschiedlich aus.
Unterm Strich also genau die richtige Belohnung nach einer aufregenden E-Nacht: Erst etwas länger ausschlafen, dann den Magen füllen und anschließend mit frischer Energie in den nächsten Lagertag starten. So lässt sich das aushalten.
Erst ausschlafen. Dann Vollgas.
Tja… nach der kurzen Nacht hätte man ja meinen können, wir würden den Nachmittag ganz entspannt angehen. Haben wir aber nicht. Stattdessen haben wir die Belastung einfach noch einmal ein kleines bisschen hochgeschraubt.
Heute Nachmittag stand nämlich das Deutsche Sportabzeichen auf dem Programm aller Gruppen. Genauer gesagt: Es wurde abgelegt, abgenommen, gemessen, gestoppt und hier und da auch ordentlich angefeuert.
Plötzlich war im ganzen Lager Bewegung. Also wirklich im ganzen Lager. Überall liefen Teilnehmende von einer Disziplin zur nächsten. Wer eben noch beim Weitsprung war, stand wenig später an der Wurfstation und machte sich anschließend auf den Weg zur Laufstrecke. Zeit zum Ausruhen? Eher überschaubar.
Es wurde geworfen, gesprungen und gelaufen. Mal ging es um Zentimeter, mal um Sekunden und manchmal einfach darum, überhaupt noch genügend Puste für die nächste Station zu haben.
Besonders schön war zu sehen, wie sich alle gegenseitig unterstützt haben. Da wurde angefeuert, mitgefiebert und jeder gute Versuch bejubelt. Denn am Ende geht es beim Sportabzeichen nicht nur um Urkunden oder Abzeichen, sondern auch darum, einfach sein Bestes zu geben.
Ob alle Disziplinen auf Anhieb klappten? Natürlich nicht. Muss ja auch nicht. Dafür gab es umso mehr persönliche Bestleistungen, überraschte Gesichter und den einen oder anderen Muskel, der sich morgen wahrscheinlich freundlich in Erinnerung bringen wird.
Ach ups… fast vergessen.
Beinahe hätten wir heute den wichtigsten Tagesordnungspunkt unterschlagen.
Das Wetter.
Kurz gesagt: Bombe.
Ja, ihr habt richtig gelesen. Sonne, blauer Himmel und Temperaturen, bei denen man sich schon fast nicht mehr erinnern konnte, wie sich Dauerregen anfühlt. Vor ein paar Tagen haben wir noch sämtliche Niederschlagsarten katalogisiert, heute mussten wir tatsächlich nach Sonnencreme suchen. Der Zeltplatz zeigte sich von seiner allerbesten Seite.
Wir halten es ganz norddeutsch: Wir nehmen das einfach mal so hin und freuen uns still. Aber eins können wir heute guten Gewissens sagen: War schon ziemlich gut.
Noch eine Kleinigkeit zum Schluss…
Jetzt wirklich!
Wir hätten da noch eine kleine Ankündigung. Oder besser gesagt: eine Mitmachaktion. Unter dem Bericht vom Sonntag würden wir gerne eure Grüße sammeln. Also alles, was ihr den Teilnehmenden mit auf den Weg geben möchtet. Ein lieber Gruß von Oma und Opa, ein “Habt weiterhin ganz viel Spaß!”, ein “Wir sind stolz auf euch!” oder einfach ein paar nette Worte von Zuhause.
Am Dienstag drucken wir die Kommentare aus und hängen sie bei uns ans Schwarze Brett. So können alle Teilnehmenden in Ruhe stöbern und schauen, ob vielleicht eine Nachricht für sie dabei ist. Also nutzt die Kommentarfunktion fleißig. Je mehr Grüße zusammenkommen, desto voller wird unser Schwarzes Brett. Und mal ehrlich: Wer freut sich im Zeltlager nicht über ein paar liebe Worte von Zuhause?
Nur eine kleine Bitte: Schreibt euren Kommentar möglichst unter den Sonntagsbericht, damit wir nicht das halbe Internet nach Grüßen durchsuchen müssen. Unsere Redaktion ist zwar für vieles zu haben, Gedanken lesen gehört aber noch nicht zu ihren Kernkompetenzen.
Wir sind gespannt, wie viele Nachrichten bis Dienstag zusammenkommen. Also ran an die Tastatur – wir freuen uns auf eure Grüße und die Kinder und Jugendlichen bestimmt noch viel mehr.


















































Günter Steffens
10. Juli 2026 (22:09)
Es ist so schön euch so zu sehen man sieht das ihr jede Menge Spaß habt macht weiter so. Liebe Grüße Theo und Joris. In Liebe Oma Sylvia und Opa Günter
Henning und Rosi Richter Troisdorf
10. Juli 2026 (23:37)
Super Bilder, sportliche Einsätze, tolles Wetter, viel Spaß und noch viele Events das wünschen wir allen Selkianer und liebe Grüsse von Oma Rosi und Opa Henning aus Troisdorf
Marian
11. Juli 2026 (0:23)
Schon die Bilder der Erlebnisnacht sind so super … Adriaan und Michi in Action… klasse (bin nur ein ganz kleines bisschen voreingenommen…) Ich wär‘ gern dabeigewesen 😉
Mit Ton und Atmo ist das ja noch mal um einige Potenzen besser.
Habt weiter so viel Spaß und haltet euch den Wettergott warm.
Liebe Grüße, Marian