Wann wird’s mal wieder richtig Sommer
Zu Beginn: Ein kurzer Hinweis in eigener Sache – Ja, man kann uns tatsächlich schreiben!
Man mag es kaum glauben, aber unsere Beiträge sind nicht nur zum Lesen da. Unter jedem Bericht gibt es tatsächlich so ein kleines Feld, in das man Wörter tippen kann und wir freuen uns riesig über eure Kommentare. Wer also schon immer mal eine wichtige Frage stellen wollte („Wann gibt’s heute Eis?“), Oma Erna, Tante Gisela oder den Nachbarn grüßen möchte („Moin nach Buxtehude!“), seinem Enkel viel Spaß im Lager wünschen oder einfach nur loswerden möchte, dass der Bericht mal wieder vollkommen übertrieben – oder erschreckend nah an der Wahrheit – geschrieben wurde, der darf das gerne tun. Gestern haben das bereits einige ausprobiert. Und siehe da: Es funktioniert. Es wurden Grüße verschickt, Fragen gestellt und sogar vollständige Sätze gebildet. Wir waren selbst ein wenig beeindruckt.
Bevor jetzt allerdings jemand nach zehn Sekunden denkt, das Internet sei kaputt: Die Kommentare erscheinen nicht sofort. Das liegt nicht daran, dass wir sie erst nach Schleswig-Holstein faxen oder per Brieftaube prüfen lassen, sondern wir müssen jeden Kommentar einmal kurz freigeben, also habt ein wenig Geduld mit uns. Also: Nutzt die Kommentarfunktion! Wir freuen uns über Fragen, Grüße, nette Worte oder auch einen kleinen norddeutschen Schnack. Und keine Sorge – solange ihr keinen Roman mit 847 Seiten schreibt oder behauptet, dass es in Selker Noor niemals geregnet hat, stehen die Chancen auf eine Freigabe ziemlich gut.
Regen. Also doch wieder.
Heute hatten wir im Lager mal wieder Wetter. Genauer gesagt: Regen. Und zwar nicht einfach nur Regen, sondern Regen in seiner ganzen norddeutschen Bandbreite: Landregen, Sprühregen, Nieselregen, Schauer, Steigungsregen – alles dabei. Ein meteorologisches Buffet, nur ohne Nachtisch. Wer heute trocken geblieben ist, war entweder nicht draußen oder hat die trockenen Phasen gut genutzt. Ein großes Lob an dieser Stelle: Fantastische Regenjacken habt ihr da alle eingepackt. Die Jacken wurden getestet, die Schuhe ebenfalls und die Laune ist erstaunlicherweise nur leicht angefeuchtet.
Also alles in allem: ein ganz normaler Tag am Selker Noor. Nur eben mit mehr Wasser von oben als bestellt.
Schlechtes Wetter? Kann man haben. Schlechte Laune? Eher nicht.
Wir haben den Tag also kurzerhand dem Wetter angepasst und etwas umgebaut. Ein paar Programmpunkte sind unter Dach gewandert, wo es trocken war und trotzdem genügend Platz zum Toben, Spielen, Basteln, Lachen und für den ganz normalen Lageralltag gab.
Das heißt aber nicht, dass draußen gar nichts los war. Ganz im Gegenteil. Outdoor-Aktivitäten gab es natürlich ebenfalls. Mit Regenjacke, Kapuze oder der norddeutschen Grundeinstellung “Ist doch bloß Wasser” ging es trotzdem raus.
Erstaunlicherweise stellte sich wieder einmal heraus, dass Regen viele Dinge nasser macht, aber nur selten schlechter. Es wurde gespielt, gelaufen, gelacht und zwischendurch auch mal festgestellt, dass Pfützen grundsätzlich tiefer sind, als sie aussehen.
So verging der Tag trotz grauer Wolken ziemlich bunt. Das Wetter durfte zwar mitspielen, bestimmen durfte es den Tag aber nicht. Und das ist wahrscheinlich die wichtigste Erkenntnis des Tages: In Selk kann man auch bei Regen eine Menge erleben. Man braucht nur die passende Jacke, ein bisschen gute Laune und die Bereitschaft, notfalls mit nassen Socken weiterzumachen.
Apropos Socken…
Es gibt Dinge, die lassen sich wissenschaftlich nur schwer erklären. Ebbe und Flut zum Beispiel. Oder warum das Toast immer auf der Marmeladenseite landet. Und dann gibt es da noch das Selker Phänomen.
Hier scheint sich jedes Jahr aufs Neue die Überzeugung durchzusetzen, dass die Kombination aus weißer Tennissocke und Badelatsche bei wirklich jedem Wetter die einzig vernünftige Wahl ist.
Ob 28 Grad im Schatten, zwölf Grad mit Nieselregen oder ein ausgewachsener Landregen mit frischer Brise – völlig egal. Die Badelatsche marschiert tapfer weiter. Und die weiße Tennissocke nimmt alles mit, was der Tag so zu bieten hat. Wasser, Matsch, Sand, Gras, noch mehr Matsch und gelegentlich einen halben Zeltplatz.
Das Erstaunliche ist: Morgens sind die Socken noch strahlend weiß. Gegen Mittag eher “Naturweiß”. Am Nachmittag geht die Farbe dann langsam in “Selker Beige” über. Spätestens nach dem Abendprogramm haben sie einen Farbton erreicht, den die Waschmittelindustrie vermutlich noch nicht einmal in ihren Laboren kennt.
Man könnte meinen, irgendwann würde jemand auf die Idee kommen, bei Regen vielleicht geschlossene Schuhe anzuziehen. Das tun auch viele, einige aber nicht. Das würde vermutlich gegen irgendein ungeschriebenes Lagergesetz verstoßen.
Wir vermuten inzwischen ohnehin, dass hinter dem Ganzen ein ausgeklügelter Wirtschaftsplan steckt. Anders lässt sich kaum erklären, warum jedes Jahr so viele weiße Tennissocken ihr Leben im Jugendzeltlager lassen. Die Hersteller wird’s freuen. Falls irgendwo die Verkaufszahlen weißer Tennissocken plötzlich nach oben schießen, braucht niemand lange nach dem Grund zu suchen.
Und die Badelatschen? Die machen einfach weiter. Unbeeindruckt. Bei Sonne, Regen und allem dazwischen. Sie sind vermutlich das zuverlässigste Fortbewegungsmittel, das dieses Lager zu bieten hat.
M1 trifft ins Schwarze.
Heute stand für die M1 Bogenschießen auf dem Programm. Eine Sportart, bei der man lernt, dass Pfeil und Bogen grundsätzlich zusammengehören. Der Pfeil allerdings nicht immer zur Scheibe. Nach einer kurzen Einweisung wurde erklärt, wo man sich hinstellt, wie man den Bogen hält und – mindestens genauso wichtig – in welche Richtung geschossen wird. Diese Regel fand allgemein große Zustimmung und wurde auch weitestgehend eingehalten.
Dann wurde es ernst. Sehne spannen, zielen, tief durchatmen und los. Mit jeder Runde wurde es besser. Die Treffer lagen näher zusammen, die Scheiben bekamen ordentlich zu tun und das Selbstvertrauen wuchs ungefähr im gleichen Tempo wie der Pfeilverbrauch. Zwischendurch wurde jeder Treffer gefeiert, als hätte man gerade die Landesmeisterschaft gewonnen. Das gehört sich schließlich so. Am Ende konnte sich das Ergebnis durchaus sehen lassen.
J7 auf großer Fahrt
Heute hieß es für die J7: Leinen los und raus auf die Schlei. Das Wetter hatte zwar erneut beschlossen, sich von seiner flüssigen Seite zu zeigen, dafür war der Wind bestens gelaunt. Und wenn der Wind gute Laune hat, merkt man das auf einem Kutter ziemlich schnell. Kaum abgelegt, zeigte die Schlei, dass sie heute nicht nur dekorativ daliegen wollte. Es wurde ordentlich geschaukelt, die Gischt flog übers Deck und spätestens nach den ersten Minuten war die Frage, wer heute trocken bleibt, endgültig beantwortet. Niemand. Auch die Jungs hatten nichts dagegen. Irgendwann ist selbst für die Mutigsten Schluss mit dem Gedanken: “Ach komm, ein Segel mehr geht noch.” Heute war eher der Tag für: “Läuft auch so ganz hervorragend.” Fest steht nur eins: Die J7 hatte heute eine Segeltour, die man nicht so schnell vergisst. Und der Wind? Der darf sich jetzt auch erstmal wieder ausruhen.






















Isabelle
7. Juli 2026 (21:21)
Klingt nach einem tollen Tag! Hoffe die Gummistiefel und Regenjacken halten dicht… kommt ja auch schon bald wieder die Sonne raus. Ganz liebe Grüße an Emil, Fiete und Till aus der J8!
Tina/Christoph/Lilja
7. Juli 2026 (21:23)
Danke für das interessante Socken Update! Und wie gut, dass die Laune in Selk wetterunabhängig ist! Trotzdem drücken wir euch die Daumen, dass Socken und Pfützen ab morgen trocknen können und die Stimmungslage ein stabiles Hoch bleibt!
Freuen uns jeden Abend auf euren Bericht und Fotos! Bringt mal bitte die Jungs der J9 vor die Kameralinse!
Aber wie wir Vali, Erik u Jonas kennen, sind die zu schnell, um fotografiert zu werden…
Tamy
7. Juli 2026 (21:27)
Das sieht nach sehr viel Spaß aus! Viel Spaß euch!
Familie Schröder
7. Juli 2026 (21:41)
Selker-Beige ist auf jeden Fall ein Patent wert :-))))). Wir grüßen die Männer in den Badelatschen. Ganz besonders Joris (J6) und Jarne (J10)
Sarah
7. Juli 2026 (22:24)
Vielen Dank für die wunderbaren Berichte, die uns sehr sehr gut wiedereinmal belegen, dass in Selk einfach anderes Wetter ist als zb in Zürich (heute 33 Grad…) und der Ausrüstungsbogen ist immer wieder Gold wert. Man denkt, warme Jacke, wirklich einpacken?? Und sieht das Kind auf dem ersten Foto direkt mit selbiger:-))
Allen weiter ganz viel Spass und bald bekommt auch ihr mehr Sonnenschein!
besonders liebe Grüsse an Antonia, Olivia, Tom und Wolf
Dennis und Jana
7. Juli 2026 (22:27)
Das klingt nach einem notwendigen Socken-Nachschubpaket😅. Wir hoffen, dass das Wetter die nächsten Tage besser wird und die Badelatschen dann auch ohne Socken zum Einsatz kommen😉.
Ganz liebe Grüße an unsere Jungs Theo (J8) und Joris (J9). Wir wünschen euch eine großartige Zeit und ne Menge Spaß❤️!
Sabin & Ben
7. Juli 2026 (23:05)
Danke für den wiedermal exklusiven und ausführlichen Bericht! 😃 Wir haben dieses Jahr extra wenig weiße Socken mitgegeben..🤭
Ab morgen geht’s ja langsam aufwärts mit dem Wetter und ihr könnt endlich auch etwas Sonne genießen. Habt weiterhin viel Spaß!! Ganz liebe Grüße vor allem an die B-Boys Arvid (J2) & Sverre (J9).. Wir drücken Euch! 😘
Jenny
7. Juli 2026 (23:07)
Wetter hin, Wetter her Wetten, dass es egal ist
Die Bilder zeigen auf jeden Fall, dass der Spaßfaktor das Lager „bedeckt“.
Es ist jedes Mal soo schön zu sehen wie gut alles organisiert wurde.
Jetzt schon einmal ein großes Dankeschön an alle, die dies ermöglichen♡
Ben’s WM-Bericht
7. Juli 2026 (23:18)
Für die Fußball Fans unter Euch gibts hier noch einen kleinen WM Bericht.. die Achtelfinals hatten es in sich:
Die größte Sensation lieferte Norwegen, das Rekordweltmeister Brasilien mit 2:1 nach Hause schickte – offenbar hatten die Wikinger den besseren Kompass.
Marokko marschierte souverän mit einem 3:0 gegen Kanada ins Viertelfinale und zeigte, dass der Halbfinaleinzug von 2022 wohl kein Zufall war.
Paraguay brachte Frankreich zwar ordentlich ins Schwitzen, musste sich am Ende aber knapp mit 0:1 geschlagen geben.
England überstand den Hexenkessel gegen Mexiko mit 3:2, während Spanien im iberischen Nachbarschaftsduell Portugal mit 1:0 den Stecker zog.
Belgien ließ den Gastgeber USA beim 4:1 alt aussehen – sehr zum Leidwesen der heimischen Fans (da konnte selbst Trump nichts machen..).
Argentinien setzte sich schließlich mit 3:2 gegen Ägypten durch und bewies einmal mehr: Wenn es spannend wird, haben die Südamerikaner meist noch ein Ass im Ärmel (Messi).
Aktuell läuft noch Kolumbien geben Schweiz (bis zur 58. Min. 0:0)
Omi
8. Juli 2026 (16:53)
Das klingt nach richtig viel Spaß und erinnert mich an meine Ferienabenteuer in den verschiedenen Ferienlagern. Zu meiner Zeit noch von den Betrieben der Eltern ausgerichtet. War das ein Gaudi und es gab viele schöne neue Bekanntschaften. Lieber Elias aus der J7, ich wünsche Dir tolle Erlebnisse. Genieße die Tage, zumal die Sonne 🌞 sich ja nun entschieden hat, sich wieder zu uns zu gesellen. Und ein laues Lüft’chen (wie ihr Nordmänner es bezeichnet 😀) ist ja auch gut zum Segeln. Dicke Grüße aus der auch sehr schönen Uckermark von
Corinna Ritter
8. Juli 2026 (16:54)
Erst einmal: ich lieeeebe eure Berichte 😍😂! Ein Schreibtalent sondergleichen mit dem richtigen Humor und den stets passenden Worten!
Bei den weißen Socken in den Badelatschen sehe ich auch Felix (J7), der die Reise nach Selk gleich in dem Outfit angetreten ist.
Macht weiter so, viele liebe Grüße an euch alle (und ich hab ein bisschen Fernweh, auch wenn es nah dran ist, aber mein Alter überschreitet leider die Teilnehmer Altersgrenze, hehe). Ganz viel Spaß wünsche ich euch
Familie Glauning
8. Juli 2026 (17:52)
Hallo zusammen,
Eure Texte sind immer wieder toll zu lesen. Jeden Abend ein Highlight.
Grüße gehen an Mads aus der J3
Mia Glauning
8. Juli 2026 (18:56)
Eure Beiträge sind echt so cool,ich freue mich jeden Abend auf eure Beiträge,bin leider schon zu alt sonst wäre ich auch so gerne mal mitgekommen!ganz liebe Grüße an meinen Bruder Mads aus der J3