Hanni und Nanni übernachten in der Turnhalle
Wo waren wir in der Nacht von Dienstag auf Donnerstag?
Gute Frage.
Wenn wir das wüssten, wäre die Berichterstattung heute auch pünktlicher.
Aber gestern war Projektabend –
und da war die Redaktion komplett involviert,
ob freiwillig oder durch sanften Gruppenzwang, bleibt unklar.
Was ihr also heute bekommt, ist der große Rückblick auf alles,
was wir mit einer Kamera, einem halbvollen Kaffeebecher
und zwei Stunden Schlaf noch mitbekommen haben.
Dafür bekommt ihr heute das aufaddierte Alter der Redaktion – in Bildern.
Ja, richtig gelesen.
Und bevor jemand nachrechnet:
Es sind genau so viele Bilder,
wie man braucht, um Rückenschmerzen vom Sitzen zu kriegen
und bei jedem zweiten Song in der Disco zu sagen:
„Ach, das lief doch schon in meiner Jugend.“
Wasserski – Part II
Diesmal waren die Jungs dran.
Das Spektakel war eine Mischung aus Muskelspiel, Sturzballett
und der Erkenntnis, dass Wasserski doch mehr ist als „Festhalten und Hoffen“.
Einer hat es sogar fast bis zur Wende geschafft –
also bis zu dem Moment, an dem der Ski abbiegt
und der Fahrer denkt: „Ich kann das noch retten.“
Spoiler: Konnte er nicht.
Und dann noch das:
Polizeiliche Mitteilung / Anzeige
Betreff: Vorzeitiges Entfernen der Fahrräder vom Wasserski
In Bezugnahme auf den gestrigen Vorfall des unrechtmäßigen Entwendens des großen ZBVer-Schirmes wird hiermit die nächste Eskalationsstufe aktenkundig gemacht.
Unbekannte Täter entwendeten heute in den frühen Vormittagsstunden die Fahrräder von der Wasserski-Anlage, noch bevor diese ordnungsgemäß zurückgeführt werden konnten.
Die Tat wird als Revanchehandlung im Zusammenhang mit dem Schirm-Fall eingestuft. Zeugen berichten von plötzlichem Gelächter und verdächtigem Transportergeräuschen in Richtung Zeltplatz.
Nach Zeugenaussage der Lagerleitung hat diese ebenfalls keine Idee, wer die Täter sein könnten.
Die Lagerleitung bittet um sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen.
Zudem hofft die Lagerleitung auf einen entspannten Rückmarsch der Gruppen J1 und J2, die durch den Vorfall derzeit ohne fahrbaren Untersatz unterwegs sind.
Wir haben die kleinsten Jungs- und Mädchengruppen für eine Nacht aus dem Lager geworfen.
Ganz offiziell natürlich.
Nennt sich „Tagestour“.
Klingt besser als „Wir brauchen mal kurz Ruhe im Lager“.
Die Gruppen wurden mit festem Schuhwerk, Rucksäcken und einem milden Hauch von Abenteuerlust ausgestattet
und dann – zack – raus in die Wildnis.
Also, soweit man bei 3000 Metern Entfernung von der Zeltplatzgrenze von Wildnis sprechen kann.
Für die Kids: Expedition ins Unbekannte.
Für die Betreuer: Logistik mit Hänger.
Für uns: Eine Nacht, in der es im Lager kurzzeitig auffällig ruhig war.
Was draußen passiert ist?
Wird nicht verraten.
Nur so viel: Alle sind wieder da,
und niemand hat sich aus Versehen einen Igel als Kopfkissen gesucht.
Den gibt es in der Selker Sporthalle aber eh nicht.
Glaube ich.
Ach ja, der Projektabend.
Die Kinder durften sich frei wünschen, in welches Projekt sie gerne wollten.
Also wirklich: frei. Ohne Grenzen. Ohne Einschränkungen.
Und dann…
haben wir entschieden, was sie machen.
So läuft das hier.
Demokratie mit Realitätsabgleich.
Wunschzettel mit Rückseite.
Projektwünsche wie „Wasserrutschen-Designen“ oder „Chillen mit WLAN“
wurden gegen Basteln, Theater und Makramee eingetauscht.
Aber:
Alle haben mitgemacht.
Fast alle haben gelächelt.
Und nur ein Kind hat gefragt, ob man gegen die Zuteilung Widerspruch einlegen kann.
(Nein, kann man nicht.)
Am Ende war es für alle ein Erlebnis.
Für die Kinder: eins mit Kleber an den Fingern.
Für uns: eins mit sehr vielen lauter Ansagen und heiserer Stimme.
Und bevor jetzt wieder die ersten Nachfragen kommen:
Ja, da stand ein RTW auf dem Platz.
Und nein, keine Panik – der gehörte zum Projektabend.
War also kein echter Einsatz,
sondern einfach nur „Blaulicht zum Anfassen“.
Wobei ein Kind kurz dachte, es gäbe was zu essen,
weil „RTW“ nach irgendeiner neuen Nudelsorte klang.
Am Ende durfte jeder mal reinschauen,
ein paar durften sich verbinden lassen
(auf Wunsch auch beidseitig),
und nur ein Betreuer hat gefragt,
ob man sich da auch einfach mal zehn Minuten hinlegen darf.
Noch ein kleiner, völlig unauffälliger Hinweis in eigener Sache 😉
Falls ihr euch jemals gefragt habt,
wie man diesem wunderbaren Zeltlager noch etwas Gutes tun kann –
außer Schlafsack spenden, Crocs zurückbringen oder beim Frühstück nicht drängeln –
dann hätten wir da was für euch:
👉 „Pate werden – Zukunft schenken“
Klingt nach großer Sache? Ist es auch.
Denn mit einer Patenschaft (aka Spende) helft ihr,
dass auch in Zukunft Kinder und Jugendliche mit dabei sein können.
Das Ganze geht übrigens schneller als ein Marshmallow über dem Lagerfeuer verbrennt,
und zwar hier:
https://www.gettup.de/p/pate-werden-zukunft-schenken-im-jugendzeltlager-selker-noor-835
Und jetzt zurück zum eigentlichen Lagerwahnsinn, also wir –
aber ihr wisst Bescheid. 😉
Und zum Schluß noch Diverses














































































































Tanja
8. August 2025 (8:55)
Hätten die Berichterstatter nicht Lust sich professionell und in Vollzeit dem Berichterstatten zu widmen? Falls ja, bitte kurz bei mir Bescheid sagen: ich kaufe alle Bücher, schaue alle Filme 20 mal im Kino und kreische und schreie bei persönlichem Kontakt.
Meine Einschätzung: ich würde nicht die einzige bleiben…
PS: Ein letzter Gruß an Anna in M6. @Anna: wir haben einige Briefe geschrieben, aber ich glaube die Post ist sehr langsam geworden…
Morgen mehr!